Über Großglobnitz:
Groß-Globnitz ist eine vermutlich auf das 11. Jahrhundert zurückgehende, ursprünglich slawische Ansiedlung. 1171 wird ein Nizo von Glognitz urkundlich erwähnt.
Um 1320 verzeichnet das Lehenbuch des Stiftes Zwettl hier 21 Lehen. Da die heutige Pfarrkirche dem hl. Pankraz geweiht ist, der im Mittelalter üblicherweise Patron der Burgkapellen war, ist zu vermuten, daß die Burg der Herren von Globnitz einst an dieser Stelle stand und die Pfarrkirche aus der alten Burgkapelle hervorgegangen ist. Das im Kern romanische Gotteshaus geht auf das 13. Jahrhundert zurück.
Der Karner, ein gotischer Rundbau aus dem 14. Jahrhundert mit einem Ostchor, besitzt den architektonisch reichsten Schmuck der Karner im Bezirk Zwettl. Ausgelöst durch die Errichtung des Truppenübungsplatzes für Hitler-Deutschland, verlor die Pfarre Groß-Globnitz einen Ort mit Kapelle (Wildings) und gewann im Zuge der Umstrukturierung von Pfarrzugehörigkeiten einen Ort mit Kapelle (Hörmanns). 142 Pfarrangehörige aus 26 Häusern gingen dem Pfarrort verloren, aber die 133 Bewohner von Hörmanns - zuvor zur Pfarre Oberndorf gehörend - kamen zur Pfarre Groß-Globnitz hinzu.
Einwohner: 365 (Volkszählung 2001)
Fläche 6,85 km²



